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Ein bisschen Lebensqualität für die Ärmsten der Welt

Ohne Gesundheit gibt es keine Arbeit und kranke Kinder besuchen keine Schulen. Als einige Ärzte zufällig Kontakt zur Favela Pinzon bekamen, stand ihnen sofort dieses elementare Dilemma vor Augen. Darunter war Prof. Dr. Jörg Heukelbach, ein deutscher Experte für Parasitologie, der in Fortaleza eine Lehrtätigkeit an der Universität aufgenommen hatte. Da gerade Parasiten ein vorderes Problem darstellen, fühlte er sich herausgefordert, behandelte selbst unentgeltlich und nutzte seine Kontakte in Brasilien und Deutschland. Die Initiativen wurden in der Mandacaru-Stiftung gebündelt. So leisten ständig Ärzte und Studenten – auch für einige Zeit aus Deutschland eingereist – freiwilligen Dienst im Sinne der Menschlichkeit. Außer Zeit wird natürlich auch medizinisches Material benötigt und da sind Geldgeber und ihre Spenden unverzichtbar.

Den Teufelskreis aus Armut und Krankheit durchbrechen

Rund zwei von drei Einwohnern der Favela Pinzon II leiden unter parasitären Erkrankungen der Haut – und das schon meist im Säuglingsalter. Sieben Prozent der Babies haben Krätze, mehr als die Hälfte der Kinder Kopfläuse. Besonders tückisch ist die Sandfloh-Krankheit (Tungiasis). Das unscheinbare Insekt gräbt sich unter den Zehennägeln oder der Fußsohle ein und verursacht hier Entzündungen, Geschwüre und Abzesse, die Zehennägel verformen und am Ende ausfallen lassen. Die Kinder können nicht mehr richtig laufen, Jugendliche nicht zur Schule gehen und Mütter nur unter Schmerzen ihre Arbeit verrichten. Im Alter zwischen sieben und neun Jahren sind 73 Prozent der Kinder von dieser Parasitose betroffen. Dazu sind rund 60-80 Prozent der Kinder von Darmwürmern befallen. Hütten aus Restmaterial ohne Fußböden, eine hohe Bevölkerungsdichte, defizitäre hygienische Verhältnisse, unzureichende oder schlechte Ernährung sind einerseits durch Armut und fehlende Bildung bedingt und fördern andererseits das massenhafte Auftreten von Infektionskrankheiten.

Mission – Hilfe zur Selbsthilfe

Diesen Teufelskreis aus Armut und Krankheit durchbricht die Stiftung Mandacaru mit einem ganzheitlichen Konzept. Medizinische, edukative, kulturelle und wirtschaftliche Maßnahmen werden kombiniert, um die desolate Situation zu verändern und den Menschen Hilfsmittel in die Hand zu geben, mit denen sie den Status quo überwinden und eine nachhaltige Verbesserung ihrer Lebensqualität erreichen können.