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Stiftung-Mandacaru-Familienplanung2

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Ev. Kirchengemeinde Weiterstadt
Kto. 4202 068 087
BLZ: 501 900 00
BIC: FFVB DE FF
IBAN DE15501900004202068087
Verwendungszweck: [Ihr Name] + Mandacaru Spender

Adressat:

Evangelische Kirche Weiterstadt, B. u. R.
Evangelisches Gemeindebüro, Frau Conrad
Elisabeth-von Thadden-Haus
Darmstädter Str. 17a
64331 Weiterstadt

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Betterplace

Die Mädchen tragen schon früh Lasten in der Versorgung der Familie, und die gibt keinen geschützten Raum für eine eigene Zukunft. Ein anspruchsvolles Projekt der Stiftung zeigt den Jugendlichen eine Alternative zum Schicksal ihrer Mütter.

So erfahren Mädchen in der Papierfabrik ihre eigenen Fähigkeiten und entdecken Selbstwertgefühl. Die hohe Anzahl jugendlicher Schwangerschaften ist die Folge eines Geflechtes vieler sozialer Faktoren, die allerdings einen gemeinsamen Nenner haben: Die Armut. Kaum jemand hat eine feste Arbeitsstelle, und die meisten Familien leben mit weniger als einem Mindestlohn (ca. 150 Euro/Monat). Wie in einem Teufelskreis erhöht sich die Armut in den betroffenen Familien unter anderem auch deshalb, weil die Mädchen nach der Entbindung nicht mehr zu Schule oder arbeiten gehen. Die jungen Väter kümmern sich nur selten um die Familie. Viele Jugendliche in der Favela neigen zu Drogenkonsum und Gewalt. In diesem Sinne sind Gemeindevertreter an die Stiftung Mandacaru herangetreten mit dem Wunsch, das Problem in der Gemeinde anzusprechen, die Anzahl jugendlicher Schwangerschaften zu reduzieren und Präventionsmaßnahmen durchzuführen.

Mit jungen Frauen und Männern der Favela, die kaum eine finanzielle, emotionelle oder psychologische Grundlage für eine Schwangerschaft haben, werden nun gezielte Maßnahmen durchgeführt. Es wurde eine attraktive Atmosphäre für Jugendliche in dem Zentrum der Stiftung geschaffen wird, um erste Kontaktbarrieren zu reduzieren. Danach wurden unter aktiver Mitarbeit der Jugendlichen zunächst informelle Gesprächskreise gebildet, in denen über Erfahrungen und Wünsche gesprochen und diskutiert wird. Es werden Vorträge gehalten, Filme gezeigt und erste erzieherische Aktivitäten durchgeführt. Diese Aktivitäten sollen in einer angenehmen Atmosphäre stattfinden, und es werden kleine Snacks gereicht. In einem zweiten Schritt wurde die Problematik konkret angegangen. Der Grad der Gefährdung und der auslösenden Faktoren für Schwangerschaften bei Jugendlichen werden bestimmt. Parallel dazu werden in Sprechstunden die verschiedenen Möglichkeiten von Familienplanung angeboten, zu denen die Jugendlichen kostenlosen Zugang bekommen.

Die Dimension einer Schwangerschaft für das eigene Leben und das Leben der Familien wird dargestellt sowie die Konsequenzen für die Zukunft. In diesem Zusammenhang wird eine aktive Partizipation der Jugendlichen angestrebt, auch derer, die eine Schwangerschaft bereits erlebt haben. Die Familien der Jugendlichen werden in die Aktivitäten mit einbezogen. Wir haben 3 Stipendiaten aus der Comunidade (Robson, Franci und Dalilane), die in dem Projekt mithelfen. Unsere Krankenschwester Danielle hat zudem Praktikantinnen des Krankenschwesternkurses mit eingebunden. Eine Sozialarbeiterin und ein Tanzlehrer integrierten die Aufklärungsarbeit mit für die Jugendlichen interessanten Themen.

Die engere Zielgruppe sind weibliche und männliche Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 12 – 20 Jahren der Gebiete, die unter besonders prekären Verhältnissen leben. Dies beinhaltet ca. 300 – 500 Menschen. Der Zugang zu den Menschen wird mit Hilfe eines „community workers“ erzielt. Das Projekt wird durch die „Südtiroler Ärzte für die Dritte Welt onlus“ für einen Zeitraum von 3 Jahren finanziert.